Paella -Spanisches Reisgericht- (für 4 Personen)

Paella
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Wer die echte spanische Kochkunst entdecken will, muss zuerst das Land entdecken. Denn so landschaftlich gegensätzlich die Regionen Spaniens sind, so unterscheiden sich die kulinarischen Vorlieben. In den Küstenregionen Galiziens, Kataloniens und Andalusiens schwelgt man in Fischen und Meeresfrüchten. Hummer, Gambas, Calamares (Tintenfische), Langusten und Muscheln werden mit Vorliebe „a la plancha“ zubereitet, d. h. auf einem heißen, geölten Blech gebraten. 

 

Seefisch wird dagegen oft gegrillt oder als Stockfisch zubereitet. Im kargen, bergigen Kastilien in der Landesmitte wird dagegen gegrilltes Fleisch von Schwein und Lamm favorisiert. Katalonien ist für sein Conejo berühmt, ein im Ganzen gebratenes Kaninchen. Die Andalusier im Süden des Landes schwören dagegen auf gebratenes Rindfleisch. Das fruchtbare Andalusien ist außerdem das Obst- und Gemüseparadies des Landes. Nicht umsonst kommt der Gazpacho aus dieser Region, die berühmte kalte Gemüsesuppe aus Gurken, Tomaten und Paprika. Die Region Valencia ist das Hauptanbaugebiet für spanischen Reis. Von dort stammt natürlich auch die berühmte Paella, ein Reisgericht, das mit verschiedenen Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten zubereitet und mit reichlich Safran gewürzt wird. 

 

Unverkennbar ist der Einfluss, den fremde Völker auf die spanische Kochkunst ausgeübt haben. Bereits in der Antike brachten Griechen und Römer die Heil- und Gewürzpflanze Knoblauch, die Weinrebe und den Ölbaum mit. Ohne Olivenöl und Knoblauch ist die spanische Küche heute nicht vorstellbar – und der Rioja, der berühmte trockene Rotwein darf beim Essen ebenfalls nicht fehlen.

 

Noch bedeutsamer war die jahrhundertelange Herrschaft der Mauren. Ihnen haben die Spanier den Reis sowie Mandeln und das reiche Angebot an Zitrusfrüchten zu verdanken. Sie brachten aber auch Safran und andere orientalische Gewürze mit nach Spanien. Die bedeutsamsten kulinarischen Entdeckungen machten die spanischen Eroberer allerdings in Amerika. Tomaten, Paprika und Chili sind heute aus der spanischen Gemüseküche nicht mehr wegzudenken. Aus der amerikanischen Kartoffel wird eine besondere Spezialität zubereitet: die tortilla de patatas, ein Omelett aus Kartoffelwürfeln.

 

Den größten Wert legen die Spanier auf das Abendessen, das im Kreise der Familie eingenommen wird und gesellig, üppig und lang ist – obwohl es zumeist erst nach 22 Uhr beginnt. Am Anfang wird obligatorisch ein Aperitif serviert. Damit der Alkohol nicht zu Kopf steigt, braucht es kleine „Deckel“, auf Spanisch Tapas. Das sind kleine Knabbereien wie z. B. Oliven, Meeresfrüchte, Sardellen, verschiedene Gemüse oder gegrillte Champignons.

 

Zubereitung:

 

250 g mageres Hähnchenfleisch

250 g Riesengarnelen (TK)

100 g grüne Erbsen (TK)

Salz

Paprika

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 kleine Zucchini

2 EL Olivenöl

500 ml Hühnerbrühe

1 Döschen Safran

2 TL Rosmarin

2 TL Thymian

300 g Risottoreis

1 kleine Dose geschälte Tomaten

 

Für die Zubereitung der Paella benötigen Sie eine Paella-Pfanne oder eine rechteckige Kasserolle mit einem 5 cm hohen Rand. Hähnchenfleisch würfeln. Garnelen, und Erbsen nach Vorschrift auftauen lassen. Hähnchen und Garnelen mit Salz und Paprika würzen. Zwiebeln und Knoblauch schälen, hacken. Zucchini in Scheiben schneiden. Das Olivenöl in der Paella-Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch kurz darin andünsten, Hähnchenfleisch und Riesengarnelen zugeben. Nach 10 Min. herausnehmen, warm stellen. Die heiße Hühnerbrühe mit Safran, Thymian und Rosmarin vermengen. Den Risotto Reis in die Pfanne geben, mit der Brühe übergießen, verrühren. Zucchinischeiben, Erbsen, Tomaten mit Saft, Hähnchenfleisch und Garnelen darauf verteilen. Den Backofen auf 200 °C vorheizen und die Paella darin noch 30 Min. garen.

 

Pro Person: 499 kcal (2088 kJ), 34,1 g Eiweiß, 12,4 g Fett, 62,9 g Kohlenhydrate