Deutschlands Jugend wird immer runder

Übergewicht bei Jugendlichen
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Übergewicht bei Jugendlichen wird leider auch in Deutschland immer mehr zum Thema.

Möchte Ihre Tochter oder Ihr Sohn gerne abnehmen? Sie möchten es aber erst einmal ohne fremde Hilfe versuchen? Dann können Ihnen die folgenden Tipps sicher helfen!

Gestalten Sie den Speiseplan Ihrer Familie gewichtsfreundlicher und bringen Sie mehr Bewegung in den Tag!

Lebensmittel auswählen – Die Farben der Ampel zeigen den Weg!

 

 

Rot:

Bei Butter und Öl, Zucker, Marmelade, Süßigkeiten, Donuts, Muffins, Chips, Limo, Pommes schaltet die Ampel auf Rot. Aufpassen! Verwenden Sie Fett sparsam und messen Sie es mit dem Teelöffel ab. Süße, fette Snacks und Knabbereien nicht gedankenlos und nebenbei knabbern. Besser: Eine kleine Portion pro Tag in Ruhe genießen.

Gelb:

Milch, Joghurt, Quark, Käse, Fleisch und Wurst, Fisch und Ei sind wichtig für die Gesundheit. Wenn möglich, nehmen Sie davon die fettarmen Produkte. Damit sollte sich Ihr Kind nicht satt essen. Deshalb kleine Portionen reichen.

Grün:

Bei Obst und Gemüse, leicht belegtem Vollkornbrot, fettarm zubereiteten Kartoffeln, Nudeln oder Reis zeigt die Ampel grün. Auch bei Wasser oder Früchtetee. Davon kann Ihr Kind reichlich essen und trinken. Immer wenn es Hunger oder Durst hat. Satt essen ist erwünscht!

 

Ändern Sie den Speiseplan auf sanfte Art

Ändern Sie den Speiseplan der Familie langsam – Schritt für Schritt. Beginnen Sie beispielsweise damit, dass Sie den weißen Toast durch Vollkorntoast ersetzen. Bei Milch, Joghurt, Quark nehmen Sie fettarme Produkte (1,5 % Fett). Bei der warmen Mahlzeit nehmen Sie nach und nach mehr Gemüse und weniger Fleisch. Eintopfgerichte oder Pfannengerichte eignen sich dazu besonders. Wurst lassen Sie dünner schneiden. Zum Nachtisch gibt’s häufiger Obst statt Süßigkeiten oder Cremes.

 

Mehr Obst und Gemüse

Obst und Gemüse tun viel für unsere Gesundheit. Deshalb sollen sie bei jeder Mahlzeit dabei sein: morgens, mittags, abends und auch zwischendurch. Doch manche Kinder/Jugendliche streiken. Probieren Sie folgendes:

- Obst mit Joghurt und Milch zum Drink pürieren

- Rosinen, getrocknete Aprikosen, Apfelringe oder anderes Trockenobst an Stelle von

Schokolade oder Chips naschen

- Gemüsesorten zum Knabbern roh anbieten. Viele Kinder/Jugendliche mögen sie lieber so.

Auch mal Sorten wie Blumenkohl, Fenchel, Kohlrabi roh probieren

-Gemüse schmeckt als Soße: Dazu Möhren, Zucchini oder Paprikaschoten klitzeklein

schneiden, etwas dünsten, dann pürieren oder mit Tomatensoße mischen. Das passt zu

Nudeln, Reis, Pellkartoffeln

- Süße Mahlzeiten wie Grießbrei oder Milchreis immer mit frischem Obst essen.

- Linsen, getrocknete Bohnen, Kichererbsen sind auch Gemüse. Sie schmecken als Suppe, als

Salat oder zusammen mit Nudeln

 

Genießerinnen und Genießer nehmen Platz

Wer unbewusst und nebenbei isst, spürt nicht, wann er satt ist. Deshalb sollen Kinder und Jungendliche am Tisch essen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Alle Familienmitglieder nehmen zum Essen am Esstisch Platz. Schalten Sie Fernseher und Computer aus. Legen Sie die Zeitung beiseite. Lassen Sie den Anrufer auf den Anrufbeantworter sprechen. Essen Sie langsam und so oft wie möglich gemeinsam.

 

Welche Sportart ist die Beste?

Fußball, Tischtennis, Schwimmen oder Tanzen? Um das Übergewicht zu senken, sind Ausdauersportarten wie Radfahren oder Bahnen-Schwimmen am günstigsten. Doch Kinder/Jugendliche finden dies meist ausgesprochen langweilig. Deshalb gilt: Ihr Kind soll den Sport treiben, der ihm gefällt. Das hängt nicht nur von der Sportart ab, sondern auch von der Trainerin bzw. dem Trainer und der Stimmung in der Gruppe. Wenn die Sporstunden Spaß machen, dann geht Ihr Kind auch regelmäßig zum Training und bleibt auf Dauer dabei. Das ist wichtig.

 

Auf die Füße, aufs Pedal!

Gehen ist die einfachste Art, sich mehr zu bewegen. Nutzen Sie und Ihr Kind kurze Wege und gehen Sie zu Fuß. Das ist zu weit? Machen Sie die Probe: Stellen Sie den Kilometerzähler im Auto oder am Fahrrad auf Null und messen Sie den Weg. Zum Einkaufen, zum Freund oder zur Freundin, zum Bäcker, zur Schule oder zum Schwimmbad ... Oft sind die Wege kürzer als man denkt. 1 bis 2 km, das schaffen auch Grundschulkinder. Je älter die Kinder/Jugendlichen, desto länger können die Wege werden. Es kostet nur mehr Zeit. Viele Kinder haben sich daran gewöhnt, jeden Meter gefahren zu werden. Stellen Sie den Taxi-Betrieb ein! Nicht von heute auf morgen komplett. Beginnen Sie mit den kürzesten Wegen. Bei gutem Wetter zu Fuß, bei Regen mit dem Auto oder mit dem Bus. Nach und nach kommen die längeren Wege dazu.

 

Vorteile für die Eltern

Machen Sie, die Eltern, mit. Ändern Sie Ihr Verhalten beim Essen, Trinken und bei der Bewegung ebenfalls. Sie sind Vorbild und unterstützen so Ihr Kind. Aber auch Ihre Gesundheit gewinnt. Mehr Gemüse und Obst, mehr Bewegung tun dem Gewicht und Wohlbefinden aller Familienmitglieder gut. Wenn Sie als Familie gemeinsam aktiv sind und gemeinsam essen, machen sie gemeinsame Erfahrungen. Das macht sie als Familie stark.

 

Ganz wichtig ist: Ihr Kind hat viele Stärken!!

Machen Sie das Gewicht nicht zum Dauerthema. Die Stimmung in der Familie sollte nicht von der Waage abhängen. Ihr Kind hat viele andere Stärken. Es kann vielleicht gut malen, ist geschickt, geht fürsorglich mit Tieren um, kennt sich super im Fußball aus, hat viele nette Freundinnen und Freunde. Versuchen Sie andere Themen zu finden. Sehen Sie das, was Ihr Kind alles gut kann. Und loben!! Sie, wenn sich sein Verhalten im Bezug auf Ernährung und Bewegung ändert. (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln)

 

Quelle: https://www.telegym.de

 

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