Omega-Fettsäuren

© Wirths PR
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Omega-Fettsäuren sind in aller Munde. Überall hört und liest man von diesen essentiellen, also lebensnotwendigen Fettbestandteilen. Und das Angebot funktioneller Lebensmittel mit Omega-Fettsäuren wie Omega-3-Brot, Omega-3-Milch oder Milchprodukte, Omega-3-Margarine, Omega-3-Brotaufstriche oder Omega-Öle wird immer größer.

Wichtige Aufgaben im Körper

 

Tatsächlich sind einige der so genannten Omega-Fettsäuren essentiell. Das bedeutet, dass sie von unserem Körper nicht gebildet werden und deshalb täglich über pflanzliche oder tierische Lebensmittel aufgenommen werden müssen. Ein Mangel an Omega-Fettsäuren kann u. a. zu Hautveränderungen, Wachstumsstörungen und verminderter Immunkraft führen.


Omega-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die im Körper viele wichtige Funktionen haben. Man unterscheidet dabei zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie sind wichtige Bausteine für die Körperzellen. Sowohl die alpha-Linolsäure (Omega-6) als auch die alpha-Linolensäure (Omega-3) werden zur Bildung der hormonähnlichen Eicosanoide benötigt, die in unserem Körper wichtige Aufgaben übernehmen. Besonders Omega-3-Fettsäuren helfen, das Risiko für Arterienverkalkung zu senken. Außerdem wirken sie blutdrucksenkend und entzündungshemmend und senken die Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut. Bei Säuglingen und Kleinkindern unterstützen Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung des Gehirns und der Augen-Netzhaut.

 

Zu viel Omega-6-, zu wenig Omega-3-Fettsäuren

 

Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass derzeit in Deutschland zu wenig Omega-3-Fettsäuren und dafür zu viel Omega-6-Fettsäuren aufgenommen werden. Um dies zu ändern, empfehlen sie, häufiger Lebensmittel mit hohem Omega-3-Fettsäuregehalt wie Leinsamen, Chia-Samen oder Seefisch (z. B. Hering, Seelachs, Thunfisch) auf den Tisch zu bringen. Hervorragend geeignet, um uns mit diesen wichtigen Fettsäuren zu versorgen, ist auch Lachs, der zu den Süßwasserfischen gehört. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät deshalb, zweimal pro Woche Fisch zu essen.

 

Ebenso wichtig ist die Wahl des richtigen Speiseöls. Empfehlenswert sind Leinöl, Walnussöl, Rapsöl oder Olivenöl. Wenig Omega-3-, aber sehr viel Omega-6-Fettsäuren enthalten vor allem Distelöl, Sonnenblumenöl und Sesamöl.

 

 

Omega-3-Fettsäuren lassen Allergiker aufatmen

 

Bald kommt der Frühling und lästige Allergien haben wieder Hochsaison. Wer regelmäßig Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, kann die Symptome des allergischen Schnupfens deutlich reduzieren. Das stellten Wissenschaftler bei einer Erhebung im Rahmen der bayerischen Verzehrsstudie* fest. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) gelegt. Sie ist für ein funktionierendes Immunsystem und zur Vorbeugung allergischer Reaktionen besonders wichtig. Das Ergebnis der Studie: Wer mehr EPA in den Zellmembranen hat, erkrankt deutlich seltener an Heuschnupfen und hat zusätzlich weniger für Allergien typische Antikörper (IgE) im Blut. Besonders wenig Heuschnupfen hatten Teilnehmer, die regelmäßig Alpha-Linolensäure, eine EPA-Vorstufe, in Form von hochwertigen Pflanzenölen wie Rapsöl, Leinöl oder Sojaöl aufgenommen hatten. Die gleiche Fettsäure ist auch in fettreichen Seefischen enthalten.

 

 

 

* HOFF S. et al. Allergic sensitisation and allergic rhinitis are associated with n-3 polyunsaturated fatty acids in the diet and in red blood cell membrans. European Journal of Clinical Nutrition 59 (9), 1071-80, 2005

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