The long way to paradise - Mauritius

Zuerst wurde Mauritius geschaffen und dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius«, so schwärmte Mark Twain vor gut 100 Jahren. Und wer Mauritus erlebt, weiß, was er meint. Unsere Reiseredakteurin durfte Mauritius kennenlernen und war absolut begeistert.

Wollten Sie schon immer mal einen eigenen Butler, ein Apartment mit Blick auf den Indischen Ozean – auch von der Badwanne aus –, eine eigene Hängematte direkt am Strand? Ja, dann sollten Sie das Le Touess­rok auf Mauritius in Ihren Urlaubsplan aufnehmen. Zugegeben, es ist nicht gerade preiswert und es ist auch nicht der nächste Weg, aber der etwa 11-stündige Flug lohnt, denn man landet fast direkt im Paradies, ganz nach dem Motto »It‘s along way to paradise«. Und keine Angst vorm Jetlag, denn der hat hier keine Chance, lediglich vier Stunden Zeitverschiebung belasten kaum, und der Urlaub beginnt bereits beim Landen. Außerdem umschließt einen schon beim Einchecken die taktvolle und freundliche heimische Gastfreundschaft gepaart mit der aufgeschlossenen Herzlichkeit der Menschen. Das Gepäck übernimmt, wie sollte es auch anders sein, der Butler, der auch das Kofferauspacken, wenn gewünscht, erledigt.


Überhaupt werden hier Wünsche erfüllt, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie hegt. Die Vertreibung aus dem Paradies hat hier wahrlich nicht stattgefunden, die war auf andere Länder beschränkt, jede Wette. Die Schlange hatte ganz einfach keine Chance, denn auf Mauritius gibt es keine Verwandten der Dschungelbuchhypnotiseurin Kaa. Dschungel dagegen gibt es, und eine Organisation, die sich um dessen Erhaltung und Schutz kümmert. Wir sind mit einer Wärterin unterwegs, die mit Herz und Seele für dieses Fleckchen Erde lebt, wie allein der Blick in ihre Augen verrät, wenn sie erzählt. Wer das »Vallée de Ferney« erkunden möchte, muss sich einer geführten Tour anschließen – die sicherste Art, um wirklich die schönsten Winkel zu finden, und auch die angenehmste Art für Pflanzen und Tiere, deren Wohnzimmer und Kinderstube dadurch weitgehend ungestört bleiben.


Die Ausblicke an den Lichtungen sind atemberaubend – wie bei Daktari, aber ohne Judi und Clarence. Dafür mit Sträuchern und Pflanzen, die man zwar vom heimischen Fleurophändler kennt, die aber jeden Blumenladen sprengen würden – gigantische Botanik- und Blütenpracht.

Nach unserem Trip ins mauritische Dschungelbuch wartet schon wieder ein Genuss der besonderen Art: »Givenchy Spa«. Weltweit gibt es nur sechs Wellnesstempel mit diesem exklusiven Angebot. Die Massage tut gut, wie die Entspannung bei grünem Tee im Anschluss. Jetzt noch eine Schwimmeinheit im türkisblauen Meer und dann zurück ins Apartment, das nach Ylang-Ylang duftet.


Das Raumaroma kann man – Butler sei Dank – aus fünf Noten auswählen. Der Duft entführt dann nachts ins entsprechende exotische, rosige oder lavendelige Traumland. Vor dem Abendgebet kommt aber noch das Abendessen, und das fällt auch in die Kategorie traumhaft. Zur Wahl stehen fünf Restaurants, die kulinarisch mindestens einer Weltreise Konkurrenz machen. Nicht nur die Kunstwerke der Köche, sondern auch das sanfte Licht, das stilvolle Ambiente spiegeln Luxus pur. Und dann geht’s glücklich und zufrieden in die Heia. Da liegen selbstverständlich schon ein Betthupferl, der Bademantel und die Badeschlappen bereit. Oh, ich liebe diese Insel.


Liebe wird hier sowieso ganz groß geschrieben, denn schließlich kommen jährlich unzählige von Verliebten, um sich in einer romantischen Zeremonie am Strand trauen zu lassen und nicht nur den schönsten sondern die schönsten Tage hier zu verbringen. Wir starten hier nicht in die Ehe, sondern per Shuttleboot zur hoteleigenen Badeinsel Ilot Mangénie. Und man glaubt es kaum, es gibt einen Sonnenbrillenputzservice zum Empfang! Der Service ist damit aber noch lange nicht erschöpft, denn wie am hoteleigenen Strand sind alle sehr weitläufig verteilten Liegen mit dicker Komfortauflage und mit einem Fähnchen ausgestattet, das zu jeder Zeit im Blickwinkel der Bar-Men ist. Wünsche von Wasser über Cocktails bis zu frisch zubereiteten Snacks können so per Fahnenwink in Erfüllung gehen. Und wer nicht gestört werden will … Auch dafür kann man eine Flagge hissen.


Ruhe brauchen wir jetzt nicht, wir setzen die Segel Richtung Korallenriff, denn in den türkisblauen Fluten gehört Tauchen zu den beliebtesten Aktivitäten. Wir begnügen uns mit Schnorcheln, und sind schon dabei atemlos. Zum einen vor Begeisterung, denn hier trifft man im Unterwasserweltkino auf Nemo und Kollegen in allen Arten und Farben, und zum anderen – zumindest am Anfang – wegen der fehlenden Praxis und der falschen Technik.

Von der Tiefe des Tauchgangs – immerhin 20 Zentimeter – geht es in die Lüfte. Per Gleitschirm und Schnellboot schweben wir in luftiger Höhe über den Wellen der Sonne entgegen, den irdischen Sorgen davon. Zurück auf dem Boden der Tatsachen und des Hotels folgen eine Yogaeinheit mit dem hoteleigenen Fitnesscoach, ein paar Bahnen im Natursteinpool, und dann auf zur Strandparty. Betthupferl, Bademantel und die kleine Nachtmusik aus Wellenrauschen müssen heute Nacht recht lange warten.


Sonnenstrahlen und wieder Wellenrauschen, diesmal als Weckruf, dann geht es zum Golfen auf die Île aux Cerfs. Kein geringerer als Berhard Langer hat sich hier entfaltet und einen Golfplatz vom Allerfeinsten geschaffen. Fast schon kitschig schön, ist der Kommentar eines golfkundigen Ehepaares, das vor der Kulisse der glitzernden Fluten die Bälle über den Rasen drischt. Meine ersten Versuche gehen schon allein haltungsmäßig weder film- noch platzreif über die Bühne, aber es macht Spaß, auch wenn die Fahne, die das Ziel ziert, in ganz andere Richtung zeigt. Es ist ja schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und Golf kann man lernen. Schwieriger wird es wohl, sich wieder an den Alltag außerhalb des mauritischen Paradieses zu gewöhnen …


Info:

Mauritius: Die 1 865 km2 große tropische Insel mit 300 km Küstenlinie und eindrucksvollen Bergen liegt im Südwesten des Indischen Ozeans und ist vulkanischen Ursprungs.


Einreisebestimmungen: Einwohner der Europäischen Union brauchen einen Reisepass, der bei der Heimreise noch 6 Monate gültig sein muss.


Klima: November bis April 29°C bis 34°C (Sommer) , Mai bis Oktober 15°C bis 29°C (Winter); Wasstertemperaturen: Sommer: 27,5°C; Winter: 23°C


Sprache: offizielle Landessprache ist Englisch, Französisch und Kreolisch sind weit verbreitet.


Zeitverschiebung: Mauritius ist der mitteleuropäischen Zeit 3 Stunden im Winter und 2 Stunden im Sommer voraus.


Hotel Le Touessrok: www.letouessrokresort.com


Informationen und Buchung:

Buchung in jedem guten Reisebüro möglich oder Buchungen in jedem guten Reisebüro und Infos im Sun Resorts Büro in Frankfurt, Tel.: 069-92034760


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