Aruba – One happy Island

Eine glückliche Insel nennen die Arubaner ihre Heimat liebevoll. Einfacher und treffender könnte man das kleine Eiland in der Karibik nicht beschreiben. Nomen est omen: Die Menschen genießen das Leben, sind ausgesprochen freundlich, vor allem gastfreundlich und strahlen meist mit der Sonne um die Wette. Unsere Redakteurin war vor Ort und begeistert.


STRANDIDYLLE

Mein erster Weg geht nach dem Einchecken sofort zum Strand. Nur wenige Meter, und weißer Sand, so fein wie Puderzucker, türkisblaue, sanfte Wellen, wogende Palmen und ein traumhafter Sonnenuntergang, aus der Rubrik Postkartenmotiv machen ihn wahr, den karibischen Traum. Alltagssorgen, Hektik, Stress nimmt die stete laue Meeresbrise einfach mit. Kein Wunder, dass Promis wie Richard Gere, der hier 2010 das erste internationale Film Festival eröffnete, sich gerne auf der glücklichen Insel treffen. Überhaupt ist Aruba ein beliebtes Urlaubsziel für Nord- und Südamerikaner, denn die Insel liegt nah, im Herzen der südlichen Karibik, 25 Kilometer vor der Küste Lateinamerikas. Dank der Lage ist die westlichste und kleinste der drei ABC-Inseln (Aruba, Curaçao, Bonaire) vor Orkanen geschützt. Aruba wird aber auch für europäische Gäste immer attraktiver. 365 Tage Sonnenschein, 12 Kilometer Traumstrände, kristallklares wohltemperiertes Wasser, hervorragende Infrastruktur und eine Fülle an kulinarischen, kulturellen und sportlichen Angeboten sind starke Argumente, sich für den etwa neun Stunden dauernden Flug über den großen Teich zu entscheiden.

 

INSELTREIBEN

Meer, Sonne, Strand und Pina Colada so stellt man sich Urlaub in der Karibik gemeinhin vor. Und so darf es gerne sein. Aber es wäre schade die kleine, feine Insel nicht näher kennen zulernen. Klein, weil das Eiland nur 30 Kilometer lang und neun Kilometer breit ist, fein, weil unheimlich kontrastreich. Auf der einen Seite traumhafte weiße Sandstrände auf der anderen wilde zerklüftete Küste, tosende Wellen und natürliche Felsbrücken. Dazwischen unberührte Landschaft, die größtenteils zum Arikok National Park gehört, Wüstenlandschaft mit Kakteen und sanft gerundete Felsformationen. Immer wieder tauchen die berühmten, landestypischen Divi Divi Bäume auf, die sich vom Wind gedrängt, stets nach Südwesten neigen. Für interessante Stopps sorgen Sehenswürdigkeiten wie die Bushiriban Goldmine, die Fontein-Höhlen, das Aloe Vera-Museum, die charmante Alto Vista Kapelle um nur einige zu nennen. Unbedingt stoppen sollte man in der urigen Traditionskneipe Charlies Bar. Hier gibt einfach alles. Vom Soldatenhelm über Handschuhe, Schlittschuhe, Glocken, Indianerschmuck, Patronengürtel, Bilder, Postkarten ziert ein unvorstellbares Sammelsurium an Andenken Wände, Decken, Türen und Tresen. Davon abgesehen kommt auf die tatsächlich frei gebliebenen Tische richtig gutes Essen, vor allem frisches Seafood.

In jedem Fall einen Abstecher und Spaziergang wert ist auch die lebendige Hauptstadt Oranje-Stad mit ihrem holländisch-karibischen Flair, ihren bunten Kolonialhäusern, den Bars und Restaurants und den vielen kleinen Geschäften.

 

WASSERWELTEN

Aruba ist allerdings nicht nur Spazier-, sondern auch Tauchgänge wert. Ein Katamaran-Ausflug auf hohe See bietet grandiose Aus- und Tiefblicke. Die Unterwasser-Sichtweite erreicht an der Südwestküste oft mehr als 30 Meter. Bei mehreren Stopps für „Schnorchelgänge“ entdeckt man nicht nur farbenprächtige Korallen, tropische Fische, Schildkröten und Seepferdchen, sondern auch das riesige 120 Meter lange Wrack eines gesunkenen deutschen Frachters, der nun Hummern und anderen Meeresbewohnern als Behausung dient. Aruba gilt deshalb als Mekka der Wracktaucher. Aber auch Segler, Surfer und Kitesurfer lieben das Revier, in dem der stete Passatwind für rasante „Wellenritte“ sorgt.

 

LOVESTORIES

Für Liebesbeweise ganz anderer Art ist die Insel außerdem wie geschaffen. Viele Paare schließen hier vor dem unendlichen Blau des Ozeans unter Palmen den Bund der Ehe und feiern abends ganz romantisch am Strand. Wo hat man schon die Gelegenheit beim Diner die Füße im Sand zu vergraben oder bei Kerzenschein auf einer Terrasse direkt über dem karibischen Meer feinste internationale Küche zu genießen und sich nach einer durchtanzten Nacht in den lauen türkisblauen Fluten treiben zu lassen. „One Happy Island“ bietet, wie könnte es anders sein, beste Voraussetzungen für eine glückliche Ehe und für einen traumhaften Urlaub sowieso. ●

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