Krank durch digitale Medien

Krank durch digitale Medien
Krank durch digitale Medien

Vom „Handy-Daumen“ und „Multitasking-Depression“
 
Kurznachrichten übers Smartphone verschicken, mal eben mit dem Tablet die Mails abrufen, kurz über Twitter, Facebook und Co. updaten und mit dem Navi den Weg finden:

Die digitale Welt macht es uns immer einfacher und sie gehört heute ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Fast jeder profitiert von den Vorteilen und Annehmlichkeiten der digitalen Möglichkeiten. Doch manchmal können diese auch Beschwerden verursachen.


Die häufigsten Probleme - und was man dagegen unternehmen kann:


„Handy-Daumen“
Es wird getippt, bis der Daumen schmerzt: 20 Milliarden „WhatsApp“ Nachrichten wurden beispielsweise allein im April 2014 weltweit versendet. Doch die Bewegungen, die beim Tippen auf der kleinen Handy-Tastatur ausgeführt werden, belasten die Sehnen im Daumengelenk übermäßig stark: Verspannungen und schmerzhafte Entzündungen sind immer häufiger die Folge.
 
Das hilft:

Schonung des betroffenen Gelenks, schmerzstillende Mittel oder entsprechende Bandagen aus dem Sanitätshaus.

„Smartphone-Nacken“
Den Kopf gebeugt, das Kinn in Richtung Brustkorb: So wird unser Nacken beim ständigen Blick auf das Smartphone gequält und das im Schnitt fast 950 Stunden pro Jahr. Die Haltung ist für den Körper auf Dauer schwer zu verkraften. Im Nacken und Halswirbelbereich ist nur wenig Platz für Muskeln und Nerven. Eine Fehlhaltung führt dann schnell zu Problemen wie Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Kribbeln in Armen und Händen und sogar Atemstörungen.
 
Das hilft:

Auf eine gerade Haltung achten. Anstatt den Kopf zum Smartphone zu beugen, lieber das Handy auf Augenhöhe halten.
Bei akuten Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn auch ein Bandscheibenvorfall ist im Nackenbereich nicht selten.

„WhatsApp- Insomnia“
TV mit Sendeschluss war gestern. Zunehmend verbringen die Menschen heute ihren Feierabend mit dem Smartphone oder vor dem PC. Wichtige Mails beantworten, von einem interessanten Link zum nächsten klicken oder bis tief in die Nacht WhatsApp-Nachrichten austauschen. Diese Reizüberflutung kurz vor dem Zubettgehen erschwert einen gesunden Schlaf. Zudem kann das Display-Licht die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmen. Immer mehr Menschen klagen über Ein- und Durchschlafstörungen. Insbesondere viele Jugendliche schlafen einfach viel zu spät ein, da sie sich kaum noch vom Handy lösen können, um einfach nichts zu verpassen.

Das hilft:

Eine Stunde vor dem Schlafengehen komplett auf die Nutzung mobiler Geräte verzichten. Das Handy sollte nicht griffbereit auf dem Nachtisch liegen oder als Wecker fungieren. Auf keinen Fall sollte man, wenn man nachts zufällig wach wird, mal eben aufs Handy schauen.
 
„Multitasking-Depression“
Wichtige Mails mit dem Smartphone beantworten, während man eigentlich mit den Kindern spielt. Mal eben etwas im Internet nachlesen, obwohl man telefoniert: Multitasking bedeutet Stress, denn Gehirnforscher sagen, niemand ist wirklich multitaskingfähig. Wer seine Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene Angelegenheiten richtet, springt ständig zwischen den Aufgaben hin und her und unterbricht sich dauernd selbst: Das stresst unbewusst. Durch die ständige Erreichbarkeit und Vernetzung kommt das Gehirn zudem kaum noch zur Ruhe. Und das hat Folgen: Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, man fühlt sich viel schneller genervt und das Aggressionspotenzial steigt. Auch der Schlaf kann negativ beeinträchtigt werden. Auf Dauer kann so die Seele aus der Balance geraten und das Risiko für eine depressive Verstimmung steigt.
 
Das hilft:

Fokussieren! Immer nur an einer Sache arbeiten. E-Mails nicht zwischendurch lesen, um nicht immer wieder abgelenkt zu werden. Täglich kurze Auszeiten schaffen, z. B. ein Spaziergang im Wald. Das kann helfen, die Seele in Balance zu halten. Wer dauerhaft unter übermäßigem Stress und Überlastung leidet und sich zunehmend antriebs- und energielos fühlt kann an einer depressiven Verstimmung leiden.

Hochdosiertes Johanniskraut – z.B. Laif® 900 Balance, Apotheke- kann da eine gute Hilfe sein.


Info:


Einfluss auf das Gehirn
Arbeiten, die früher der Mensch mit dem Kopf verrichtet hat, werden vermehrt von Computern, Smartphones und Navigationssystemen übernommen. Das hat Einfluss auf das Gehirn. Eine intensive Mediennutzung verändert Wahrnehmungsgewohnheiten, Konzentration, Erinnerungsvermögen und die soziale Kompetenz. Untersuchungen zeigen, dass hier Veränderungen im Frontalcortex (Stirnhirn) stattfinden. Es leidet unter Reizüberflutung und sprunghafter Aufmerksamkeit.

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