Train your brain: Negative Emotionen einfach wegtrainieren?

Train your brain: Negative Emotionen einfach wegtrainieren?
Train your brain: Negative Emotionen einfach wegtrainieren?

Bus verpasst, zu spät zum wichtigen Meeting erschienen, den Ärger des Chefs auf sich gezogen – manchmal scheint wirklich alles schief zu gehen. Schlechte Laune ist an solchen Tagen schon vorprogrammiert. Aber was wäre, wenn wir negative Gedanken einfach wegtrainieren könnten? Ein einfaches Computertrainingsprogramm kann einer israelischen Untersuchung zufolge dabei helfen.

Reize ignorieren
Einer Untersuchung der Univertät Ben-Gurion zufolge soll es mit einem computerisierten Trainingsprogramm möglich sein, die Struktur der neuronalen Verbindungen im Gehirn zu beeinflussen, die für die Reaktion auf negative Reize verantwortlich sind. Damit könne eine Verbesserung der menschlichen emotionalen Regulation erreicht werden, so die Wissenschaftler.
Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztherapie (fMRI) haben die Forscher die Gehirne von 26 Testpersonen überwacht, als diese angeben mussten, ob ein Pfeil nach rechts oder links zeigt, während sie die Richtung anderer Pfeile ignorieren sollten. Anschließend sollten die Probanden Reize in Form von Bildern und Tönen ignorieren, während die Forscher ihre emotionale Reaktivität analysierten.
 
Emotionen regulieren
Die Untersuchung ergab, dass bei Patienten, die eine intensivere Form des Trainings durchlaufen hatten, eine geringere Aktivierung der Amygdala vorlag, also dem Teil, der auch für die Verarbeitung von negativen Emotionen verantwortlich ist. Weiter beobachteten die Wissenschaftler eine erhöhte Verbindung zwischen Amygdala und präfrontalem Kortex, einer Region, die an der Emotionsregulation beteiligt ist.

„Zum ersten Mal haben wir gezeigt, dass das Training zur Verbesserung der Fähigkeit, irrelevante Informationen auszublenden, die nichts mit Gefühlen zu tun haben, die neuronalen Netze modifizieren und Gehirnreaktionen beeinflussen kann, die auf emotionale Ereignisse ausgerichtet sind“, kommentierte Dr. Noga Cohen die Studie.
 
 
Text: medicalpress.de

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